Tom ist siebenundvierzig. Er hat eine Wohnung, einen Job, eine Vergangenheit, die sich hartnäckig weigert, sich wie Vergangenheit zu benehmen, und eine Seite an sich, von der die meisten Menschen nichts wissen.
Manchmal trägt er eine Windel. Er mag Pyjamas, Kuscheltiere und die Momente, in denen er nicht derjenige sein muss, der alles steuert, löst und im Griff hat.
Nur ist es wesentlich einfacher, für eine Weile Baby zu sein, als jemanden zu finden, vor dem man genau so sein kann.
Also tut Tom das, was er am besten kann.
Er macht ein Projekt daraus.
Er schreibt eine Anzeige. Mehrere Frauen melden sich. Es folgen Gespräche, Notizen, Tabellen, praktische Tests und ein sehr seriöser Versuch herauszufinden, wer seine Betreuerin werden könnte.
Eine Beziehung sucht er ganz bestimmt nicht.
Er sucht jemanden für ein paar Stunden.
Dann kommt Eva.
Und manche Auswahlverfahren führen zu Ergebnissen, die in der ursprünglichen Aufgabenstellung überhaupt nicht vorgesehen waren.
Ein sehr seriöses Auswahlverfahren ist der erste Teil der Geschichte von Tom und Eva — ein Beziehungsroman mit Humor, Zärtlichkeit, Erotik und einer etwas ungewöhnlichen Art, für eine Weile abzuschalten.